Als Reaktion auf die Corona-Krise haben wir unsere Stornierungsbedingungen vorübergehend geändert. Wer sich für eine unserer Weiterbildungen neu anmeldet, braucht nicht zu befürchten, bei einer Corona-bedingten Absage auf den Kosten sitzen zu bleiben. Bis zum Beginn der Weiterbildungen im Herbst 2020 setzen wir unsere Stornierungsbedingungen für Neuanmeldungen in „Systemischer Beratung“, „Systemischer Therapie“ und „Biografiearbeit“ aus. Auch bei der Fortbildung „PAC Prüfungs- und Auftrittscoaching“ ermöglichen wir kostenlose Stornierungen bzw. Umbuchungen auf spätere Termine. Fragen dazu beantworten wir gerne unter

 

Wenn Sie sich einen Überblick über unsere Weiterbildungen, Kurse und Seminare im Jahr 2020 verschaffen wollen, können Sie sich das Jahresprogramm herunterladen. Auf zwei Seiten bekommen Sie das Wesentliche in Kürze. Hier geht’s zum Download

Sie interessieren sich für eine systemische Weiterbildung? Bei unseren kostenlosen Infoabenden erhalten Sie ausführliche Informationen über die zweijährige Weiterbildung „Systemische Beratung“ und das Aufbaucurriculum „Systemische Therapie“ (1,5 Jahre). Die Infoabende finden in den SYIM-Räumen in der Fabrik Chasalla, Sickingenstraße 10b, 34117 Kassel statt. Der nächste Termin ist am Mittwoch, 3. Juni, 19 Uhr. Wir stellen die Weiterbildungsgänge vor und gehen auf Ihre Fragen ein. Weitere Informationen und Anmeldung unter diesem Link.

Eine Hilfestellung in der Arbeit mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen geben wir mit unserem Seminar zur Traumpädagogik am 7./8. Mai. Monika Dreiner (Köln), eine erfahrene Trauma- und Psychotherapeutin, wird neben theoretischen Grundlagen auch ganz konkret an Fällen arbeiten. Dazu setzen wir auf die Bereitschaft der teilnehmenden Fachkräfte, eigene Fälle einzubringen. Das Seminar findet in unseren Räumen in der Fabrik Chasalla, Sickingenstraße 10b statt. Unter diesem Link erhalten Sie weitere Informationen und können sich anmelden.

 

Wie können wir die Umwelt schonen, und dabei trotzdem mobil bleiben? Dies war die Kernfrage zum Thema Verkehr, über das Referentin Jutta Kepper beim jüngsten Salonabend im SYIM informierte. Der Vortrag der NVV-Mitarbeiterin stand unter dem Motto: „Nachhaltige Mobilität: Was wir erwarten (können) – und was es in Nordhessen schon gibt“.

Mit umfangreichem Zahlenmaterial belegte sie die hohe CO2-Belastung durch den Straßenverkehr. Beim öffentlichen Nahverkehr sieht die Bilanz naturgemäß deutlich besser aus als bei den privaten Pkw. Kepper stellte neben Mitfahr- und Sharing-Projekten auch die Vernetzung von Privatfahrzeugen mit Bussen und Bahnen vor. Der NVV stellt seinen Kunden E-Bikes zu günstigen Bedingungen zur Verfügung, um die letzte Meile von Bus und Tram nach Hause gut zu bewältigen. Zukunftweisend ist auch das Projekt „Mobilfalt“: Hierbei nehmen Autofahrer in ihrem Privatwagen Mitfahrer aus ihrem ländlichen Wohnort mit, gebucht wird über eine App. Mit großem Interesse sprachen die Teilnehmer der Runde schließlich über Zukunftprojekte wie das autonome Fahren: selbstfahrende Kleinstwagen, Taxis oder Busse, die in 15 Jahren vielleicht schon ein wichtiges Standbein der Mobilität sind.

Psychische Erkrankungen stellen Betroffene, Angehörige und Fachleute oft vor große Herausforderungen. In einem Seminar Ende Januar informiert Referent Thomas Friedrich-Hett (Essen) über den Umgang mit psychiatrischen Diagnosen. Der Titel „Störungsspezifisches Wissen aus systemischer Sicht“. Es geht darum, wie man psychiatrische Diagnosen mit einem systemisch erweiterten Krankheitsverständnis betrachten kann. Darüber hinaus: Welche konkreten Unterstützungsmöglichkeiten können in der Praxis nutzbar gemacht werden? Die Teilnehmende können bei dem dreitägigen Seminar auch eigene Fragestellungen und Beratungsfälle einbringen.
Das Seminar findet von 23.-25. Januar 2020 im SYIM statt. Weitere Informationen und Anmeldung hier…

Nach einer Afrika-Reise 2018 haben wir uns entschieden, ein Hilfsprojekt in Kenia zu unterstützen. SYIM-Inhaberin Herta Schindler hatte mit ihrer Familie das Waisenhaus der St. Elizabeth-Schule in Homa Bay am Viktoriasee besucht. In dem Heim leben 200 Waisenkinder, deren Eltern an Aids gestorben sind, unter ärmlichsten Bedingungen: 70 Mädchen müssen eng gedrängt in einem kleinen Raum auf dem Boden schlafen, 60 Jungen in einem anderen, Betten gibt es nicht. Der Unterricht findet in Wellblechhütten statt, Schulmaterialien gibt es praktisch keine. Am gravierendsten erschien uns bei unserem Besuch jedoch der Wassermangel – für jedes Kind war nur ein Becher Trinkwasser am Tag verfügbar, hier am Äquator, wo die Sonne glühendheiss vom Himmel brennt. Das Wasser wurde morgens von Mädchen aus dem Viktoriasee geholt und zur Schule getragen; dort wurde es in mechanischen Filtern gereinigt, so dass man es trinken konnte. Schulleiter Kampona James Kambona bat uns damals um Hilfe: „Wir brauchen mehr Wasser.“ Sein Wunsch war, einen Brunnen zu bohren. Doch leisten konnte sich das die christliche Schule, die allein von Spenden getragen wird, nicht.

Zusammen mit Unterstützern aus der Schweiz, den USA und dem Raum Hanau ist es Anfang 2019 gelungen, einen 160 Meter tiefen Brunnen zu bohren. Die Wassersuche war erfolgreich – es sprudelt in großer Menge und die Wasserqualität ist hervorragend. Die Freude war groß, als das Wasser aus dem Boden strömte. Aus technischen Gründen ließen die Tiefbau-Ingenieure das Wasser 24 Stunden laufen – das war ein Fest fürs ganze Dorf, berichtet der Hanauer Pfarrer Bruno Zimmerli, dessen Gemeinde sich für das Projekt engagiert und der vor Ort war. Die ganze Nacht seien aufgeregt Menschen mit Eseln und Behältern aller Art zur Baustelle gekommen, um etwas von dem köstlichen Nass zu holen. Zwischenzeitlich hatte ein Unwetter die Wasservorratstanks zerstört. Wegen der Regenzeit, die die Wege unpassierbar macht für größere Fahrzeuge, konnten sie wochenlang nicht repariert werden. Dies ist jedoch im Sommer 2019 geschehen, so dass nun herrliches Trinkwasser in großer Menge zur Verfügung steht.

Nun soll die Hilfe weitergehen. Statt der Wellblechhütten werden feste Klassenzimmer und Schlafräume für die Kinder gebaut. Hierfür wird weiter Geld benötigt. Ein Stockbett, das zwei Kindern einen Schlafplatz sichert, kostet umgerechnet 100 Euro. Die Betten werden vor Ort geschweißt und sichern damit Einkommen für örtliche Handwerker. Die Fundamente und Stahlträger für das Gebäude wurde inzwischen einbetonniert, nun soll das Dach mit Aluplatten gedeckt werden…

Wer den Kindern der St. Elizabeth-Schule helfen möchte, kann sich uns anschließen und über unsere Kontakte für dieses Projekt spenden. Da wir den organisatorischen Aufwand gering halten wollen, arbeiten wir hier mit der Freien Christengemeinde (FCG) in Hanau zusammen, die ein Spendenkonto eingerichtet hat. Durch unsere persönlichen Kontakte entstehen keinerlei Verwaltungskosten, das Geld kommt in voller Höhe dem Aidswaisen-Heim in Homa Bay zugute. Einzahlungen sind auf das Konto der FCG Hanau möglich. IBAN: DE21 5065 0023 0015 0046 09, Stichwort: Aids-Waisenkinder. Das Konto ist vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt, die Spenden sind steuerlich absetzbar. Alle Spender bekommen eine Spendenbescheinigung zugeschickt, bitte dazu einfach den eigenen Namen und die Anschrift auf der Überweisung angeben.

(Stand: Oktober 2019)

Aktuelle Bilder vom Aidswaisen-Haus der St. Elizabeth-School in Homa Bay am Viktoriasee/Kenia:

Kinder beim Schulfest

Die Bohrung nach Grundwasser

Große Freude, das Wasser sprudelt

 

Grundsteinlegung für das Mehrzweckgebäude mit Klassenzimmern und Schlafräumen

Das Essen für die Kinder wird im Freien gekocht: Mais mit Bohnen

Das Schulgelände mit den Klassenzimmern

Mädchen singen und tanzen zusammen für ihre Gäste.

Fotos: Schindler/privat

Sie interessieren sich für eine systemische Weiterbildung? Bei unseren kostenlosen Infoabenden erhalten Sie ausführliche Informationen über die zweijährige Weiterbildung „Systemische Beratung“ und das Aufbaucurriculum „Systemische Therapie“ (1,5 Jahre). Die Infoabende finden in den SYIM-Räumen in der Fabrik Chasalla, Sickingenstraße 10b, 34117 Kassel statt. Der nächste Termin ist am Dienstag, 26. November, 2019 (19 Uhr). Wir stellen die Weiterbildungsgänge vor und gehen auf Ihre Fragen ein.

Bei einem Salonabend im SYIM stellte Lehrerin Dagmar Sommer die Jean-Paul-Schule in Kassel vor. In der Förderschule werden circa 200 Kinder mit besonderem Förderbedarf unterrichtet. Die Klassen sind kleiner als an Regelschulen, die Lehrkraft wird von bis zu drei weiteren Betreuern in der Klasse unterstützt. Die Schule geht über 12 Klassen, am Ende sind unterschiedliche Abschlüsse und auch Berufsausbildungen möglich; manche Kinder schaffen den Haupt- oder Realschulabschluss, manche später auch das Abitur.

Die Kinder sind – aus unterschiedlichen Gründen – im Lernen stark beeinträchtigt. Somit müsse man erst die Voraussetzungen schaffen, dass die Kinder überhaupt Lernstoff aufnehmen können, sagte Dagmar Sommer. Dabei setze man auf immer wiederkehrende Abläufe, auf klare Grenzen, auf viel Bewegung und vor allem: auf einen unmittelbaren menschlichen Kontakt. Nur so sei schulisches Lernen für diese Kinder überhaupt möglich. Da Regelschulen damit oft überfordert sind, nimmt die Jean-Paul-Schule auch in Zeiten der Inklusion eine wichtige Rolle ein.