Nach Beendigung des Corona-Shutdowns konnten wir Anfang Juni unseren Seminarbetrieb wieder aufnehmen – unter Beachtung der Corona-Schutzmaßnahmen. So finden unsere Kurse nun in Gruppen mit maximal 15 Teilnehmer*innen statt; bestehende größere Gruppen werden geteilt. Um die geforderten Abstände von 1,5 Meter einzuhalten, haben wir größere Seminarräume angemietet. Darüberhinaus haben wir ein Hygiene-Konzept mit konkreten Schutzmaßnahmen erarbeitet (Download des SYIM-Hygienekonzepts). Die ersten Erfahrungen mit den Präsenzseminaren unter Corona-Bedingungen sind sehr positiv; die Teilnehmer*innen äußerten sich froh und erleichtert, dass es endlich weitergeht und man sich nicht nur am Bildschirm oder Telefon begegnen und austauschen kann.

Auch für die im Herbst 2020 startenden Weiterbildungen können Sie sich wieder anmelden. Um die Entscheidung in den unsicheren Corona-Zeiten zu erleichtern, haben wir unsere Stornierungsbedingungen vorübergehend geändert. Wer sich für eine unserer Weiterbildungen neu anmeldet, braucht nicht zu befürchten, bei einer Corona-bedingten Absage auf den Kosten sitzen zu bleiben. Bis zum Beginn der Weiterbildungen im Herbst setzen wir unsere Stornierungsbedingungen für Neuanmeldungen in „Systemischer Beratung“, „Systemischer Therapie“ und „Biografiearbeit“ aus. Auch bei der Fortbildung „PAC® Prüfungs- und Auftrittscoaching“ ermöglichen wir kostenlose Umbuchungen auf spätere Termine. Fragen dazu beantworten wir gerne unter

 

Die Corona-Krise ist eine Herausforderung für uns alle – sie zwingt uns, uns neu auszurichten. Mit diesem Newsletter wollen wir Informationen weiterreichen, die dafür nützlich sein können.

Fachkräfte und Selbstständige im psychosozialen Bereich sind auf vielfältige Weise gefordert. Da direkte Kontakte zu vermeiden sind, rücken online-Kontakte, Videokonferenzen und Telefon-Beratung in den Fokus. Wie funktioniert das, was ist anders, …?

Unterstützung und umfangreiche Informationen hierzu liefert eine Handreichung, auf die wir von einem Teilnehmer hingewiesen wurden; wir leiten sie hier gerne weiter: Krisenberatung am Telefon und per Video in Zeiten von Corona. Darüber hinaus enthält die Zusammenstellung einen umfangreichen Teil mit Links für Beratende und Klient*innen.

Auch der Blick auf die Webseite der Systemischen Gesellschaft SG in Berlin https://systemische-gesellschaft.de/ lohnt sich.

Dort gibt es – auch für Nichtmitglieder im offenen Bereich – täglich aktualisierte Informationen zu Themen rund um Corona, sie reichen von Hinweisen zu finanziellen Hilfen bis zu Arbeitstools für Videokonferenzen. Speziell angesprochen sind Berater*innen, Therapeut*innen, Heilpraktiker*innen und Ärzt*innen.

Die Hinweise finden sich unter
https://systemische-gesellschaft.de/news/hier-finden-sie-wichtige-informationen-zum-neuartigen-coronavirus-sars-cov-2-zu-hilfereichen-tools-fuer-die-arbeit-und-informationen-zu-finanziellen-hilfen/

Wer über weitere nützliche Informationen zur Arbeit in psychosozialen Arbeitsfeldern in Corona-Zeiten verfügt, kann sie uns gerne schicken. Wir leiten sie dann über unseren SYIM-Newsletter-Verteiler weiter.

Wir wünschen Euch trotz und vor allem erholsame Ostertage.

Das SYIM-Team

Herrlich, es ist Frühling!
Und doch ist alles anders als gewohnt. Das Virus Sars-CoV-2 rüttelt und schüttelt uns gehörig durch. Systemisch gesprochen: Das ist eine Musterunterbrechung par excellence – und es betrifft uns alle.

Die polnische Literatur-Nobelpreisträgerin Olga Tokarczuk beschreibt es so: „Wir sitzen zu Hause, lesen Bücher und schauen Serien, aber in Wirklichkeit bereiten wir uns auf eine neue Wirklichkeit vor, die wir uns noch nicht einmal vorstellen können; nur beginnen wir langsam zu begreifen, dass nichts mehr so sein wird, wie es war.“ (FAZ, 31.3.2020)

Weltweit befinden wir uns in einer gravierenden Situation, die beängstigend und gefährlich sein kann, die aber auch Chancen und neue Kräfte hervorbringt.

Die persönlichen Auswirkungen sind für jede*n von uns ganz unterschiedlich – je nach unserer beruflichen, familiären und gesundheitlichen Situation. Manche arbeiten unter erhöhtem Stress, andere fühlen sich durch die Kontaktbeschränkungen stark belastet oder leiden unter dem Arbeitsverbot, finanziellen Engpässen oder dem dichten Familienleben.

Und dann hat der verordnete Stillstand auch noch überraschend positive Seiten – statt hektischem Getriebensein herrscht plötzlich Stille; auf uns selbst zurückgeworfen wird auch eine Vertiefung, eine Verinnerlichung möglich. Neue Fenster tun sich auf, wir begegnen Nachbarn, die wir gar nicht kannten. Die Natur erholt sich, die Umweltbelastungen sinken. Allmählich merken wir, in welchem Hamsterrad wir uns vorher endlos gedreht haben.

Und nochmal Olga Tokarczuk: „Ist es nicht so, dass wir zum normalen Lebensrhythmus zurückgekehrt sind? Dass nicht das Virus die Norm verletzt, sondern umgekehrt: Dass jene hektische Welt vor dem Virus nicht normal war?“ (ebd.)

Und was wir im Moment ganz neu verstehen: Es kommt auf jede*n von uns an, auf dich und mich und alle anderen.

Für unser Systemisches Institut Mitte SYIM stellt sich die Situation in dieser Ausnahmesituation folgendermaßen dar:

SYIM ist vorübergehend geschlossen, wir mussten mehrere Seminare absagen. So haben wir in allen laufenden Weiterbildungskursen bisher je ein Seminar auf später verschoben. Es gibt aber immer noch keine Planungssicherheit, daher können wir noch keine verlässlichen neuen Termine nennen.

Unser Büro ist bis auf weiteres unregelmäßig besetzt, es gibt keine festen Telefonzeiten. Wir lesen aber alle Mails und bearbeiten sie auch weiterhin. Über sind wir jederzeit erreichbar.

Was die weitere Entwicklung angeht, so üben wir uns in Geduld. Wir warten ab, wie sich die Situation verändert. Nach Ostern werden wir sehen, wann wir wieder mit unseren Seminaren beginnen können.

Wir informieren euch nach Ostern über neue Entwicklungen.

Wir wünschen euch schöne Ostern – möge die Kraft der Auferstehung für uns alle wirksam werden.

Herzlichst
das SYIM-Team

Als Reaktion auf die Corona-Krise haben wir unsere Stornierungsbedingungen vorübergehend geändert. Wer sich für eine unserer Weiterbildungen neu anmeldet, braucht nicht zu befürchten, bei einer Corona-bedingten Absage auf den Kosten sitzen zu bleiben. Bis zum Beginn der Weiterbildungen im Herbst 2020 setzen wir unsere Stornierungsbedingungen für Neuanmeldungen in „Systemischer Beratung“, „Systemischer Therapie“ und „Biografiearbeit“ aus. Auch bei der Fortbildung „PAC Prüfungs- und Auftrittscoaching“ ermöglichen wir kostenlose Umbuchungen auf spätere Termine. Fragen dazu beantworten wir gerne unter

 

Sie interessieren sich für eine systemische Weiterbildung? Bei unseren kostenlosen Infoabenden erhalten Sie ausführliche Informationen über die zweijährige Weiterbildung „Systemische Beratung“ und das Aufbaucurriculum „Systemische Therapie“ (1,5 Jahre). Die Infoabende finden in den SYIM-Räumen in der Fabrik Chasalla, Sickingenstraße 10b, 34117 Kassel statt. Der nächste Termin ist am Mittwoch, 3. Juni, 19 Uhr. Wir stellen die Weiterbildungsgänge vor und gehen auf Ihre Fragen ein. Weitere Informationen und Anmeldung unter diesem Link.

Wenn Sie sich einen Überblick über unsere Weiterbildungen, Kurse und Seminare im Jahr 2020 verschaffen wollen, können Sie sich das Jahresprogramm herunterladen. Auf zwei Seiten bekommen Sie das Wesentliche in Kürze. Hier geht’s zum Download

Eine Hilfestellung in der Arbeit mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen geben wir mit unserem Seminar zur Traumpädagogik am 7./8. Mai. Monika Dreiner (Köln), eine erfahrene Trauma- und Psychotherapeutin, wird neben theoretischen Grundlagen auch ganz konkret an Fällen arbeiten. Dazu setzen wir auf die Bereitschaft der teilnehmenden Fachkräfte, eigene Fälle einzubringen. Das Seminar findet in unseren Räumen in der Fabrik Chasalla, Sickingenstraße 10b statt. Unter diesem Link erhalten Sie weitere Informationen und können sich anmelden.

 

Wie können wir die Umwelt schonen, und dabei trotzdem mobil bleiben? Dies war die Kernfrage zum Thema Verkehr, über das Referentin Jutta Kepper beim jüngsten Salonabend im SYIM informierte. Der Vortrag der NVV-Mitarbeiterin stand unter dem Motto: „Nachhaltige Mobilität: Was wir erwarten (können) – und was es in Nordhessen schon gibt“.

Mit umfangreichem Zahlenmaterial belegte sie die hohe CO2-Belastung durch den Straßenverkehr. Beim öffentlichen Nahverkehr sieht die Bilanz naturgemäß deutlich besser aus als bei den privaten Pkw. Kepper stellte neben Mitfahr- und Sharing-Projekten auch die Vernetzung von Privatfahrzeugen mit Bussen und Bahnen vor. Der NVV stellt seinen Kunden E-Bikes zu günstigen Bedingungen zur Verfügung, um die letzte Meile von Bus und Tram nach Hause gut zu bewältigen. Zukunftweisend ist auch das Projekt „Mobilfalt“: Hierbei nehmen Autofahrer in ihrem Privatwagen Mitfahrer aus ihrem ländlichen Wohnort mit, gebucht wird über eine App. Mit großem Interesse sprachen die Teilnehmer der Runde schließlich über Zukunftprojekte wie das autonome Fahren: selbstfahrende Kleinstwagen, Taxis oder Busse, die in 15 Jahren vielleicht schon ein wichtiges Standbein der Mobilität sind.

Psychische Erkrankungen stellen Betroffene, Angehörige und Fachleute oft vor große Herausforderungen. In einem Seminar Ende Januar informiert Referent Thomas Friedrich-Hett (Essen) über den Umgang mit psychiatrischen Diagnosen. Der Titel „Störungsspezifisches Wissen aus systemischer Sicht“. Es geht darum, wie man psychiatrische Diagnosen mit einem systemisch erweiterten Krankheitsverständnis betrachten kann. Darüber hinaus: Welche konkreten Unterstützungsmöglichkeiten können in der Praxis nutzbar gemacht werden? Die Teilnehmende können bei dem dreitägigen Seminar auch eigene Fragestellungen und Beratungsfälle einbringen.
Das Seminar findet von 23.-25. Januar 2020 im SYIM statt. Weitere Informationen und Anmeldung hier…

Nach einer Afrika-Reise 2018 haben wir uns entschieden, ein Hilfsprojekt in Kenia zu unterstützen. SYIM-Inhaberin Herta Schindler hatte mit ihrer Familie das Waisenhaus der St. Elizabeth-Schule in Homa Bay am Viktoriasee besucht. In dem Heim leben 200 Waisenkinder, deren Eltern an Aids gestorben sind, unter ärmlichsten Bedingungen: 70 Mädchen müssen eng gedrängt in einem kleinen Raum auf dem Boden schlafen, 60 Jungen in einem anderen, Betten gibt es nicht. Der Unterricht findet in Wellblechhütten statt, Schulmaterialien gibt es praktisch keine. Am gravierendsten erschien uns bei unserem Besuch jedoch der Wassermangel – für jedes Kind war nur ein Becher Trinkwasser am Tag verfügbar, hier am Äquator, wo die Sonne glühendheiss vom Himmel brennt. Das Wasser wurde morgens von Mädchen aus dem Viktoriasee geholt und zur Schule getragen; dort wurde es in mechanischen Filtern gereinigt, so dass man es trinken konnte. Schulleiter Kampona James Kambona bat uns damals um Hilfe: „Wir brauchen mehr Wasser.“ Sein Wunsch war, einen Brunnen zu bohren. Doch leisten konnte sich das die christliche Schule, die allein von Spenden getragen wird, nicht.

Zusammen mit Unterstützern aus der Schweiz, den USA und dem Raum Hanau ist es Anfang 2019 gelungen, einen 160 Meter tiefen Brunnen zu bohren. Die Wassersuche war erfolgreich – es sprudelt in großer Menge und die Wasserqualität ist hervorragend. Die Freude war groß, als das Wasser aus dem Boden strömte. Aus technischen Gründen ließen die Tiefbau-Ingenieure das Wasser 24 Stunden laufen – das war ein Fest fürs ganze Dorf, berichtet der Hanauer Pfarrer Bruno Zimmerli, dessen Gemeinde sich für das Projekt engagiert und der vor Ort war. Die ganze Nacht seien aufgeregt Menschen mit Eseln und Behältern aller Art zur Baustelle gekommen, um etwas von dem köstlichen Nass zu holen. Zwischenzeitlich hatte ein Unwetter die Wasservorratstanks zerstört. Wegen der Regenzeit, die die Wege unpassierbar macht für größere Fahrzeuge, konnten sie wochenlang nicht repariert werden. Dies ist jedoch im Sommer 2019 geschehen, so dass nun herrliches Trinkwasser in großer Menge zur Verfügung steht.

Nun soll die Hilfe weitergehen. Statt der Wellblechhütten werden feste Klassenzimmer und Schlafräume für die Kinder gebaut. Hierfür wird weiter Geld benötigt. Ein Stockbett, das zwei Kindern einen Schlafplatz sichert, kostet umgerechnet 100 Euro. Die Betten werden vor Ort geschweißt und sichern damit Einkommen für örtliche Handwerker. Die Fundamente und Stahlträger für das Gebäude wurde inzwischen einbetonniert, nun soll das Dach mit Aluplatten gedeckt werden…

Wer den Kindern der St. Elizabeth-Schule helfen möchte, kann sich uns anschließen und über unsere Kontakte für dieses Projekt spenden. Da wir den organisatorischen Aufwand gering halten wollen, arbeiten wir hier mit der Freien Christengemeinde (FCG) in Hanau zusammen, die ein Spendenkonto eingerichtet hat. Durch unsere persönlichen Kontakte entstehen keinerlei Verwaltungskosten, das Geld kommt in voller Höhe dem Aidswaisen-Heim in Homa Bay zugute. Einzahlungen sind auf das Konto der FCG Hanau möglich. IBAN: DE21 5065 0023 0015 0046 09, Stichwort: Aids-Waisenkinder. Das Konto ist vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt, die Spenden sind steuerlich absetzbar. Alle Spender bekommen eine Spendenbescheinigung zugeschickt, bitte dazu einfach den eigenen Namen und die Anschrift auf der Überweisung angeben.

(Stand: Oktober 2019)

Aktuelle Bilder vom Aidswaisen-Haus der St. Elizabeth-School in Homa Bay am Viktoriasee/Kenia:

Kinder beim Schulfest

Die Bohrung nach Grundwasser

Große Freude, das Wasser sprudelt

 

Grundsteinlegung für das Mehrzweckgebäude mit Klassenzimmern und Schlafräumen

Das Essen für die Kinder wird im Freien gekocht: Mais mit Bohnen

Das Schulgelände mit den Klassenzimmern

Mädchen singen und tanzen zusammen für ihre Gäste.

Fotos: Schindler/privat