Wie können wir die Umwelt schonen, und dabei trotzdem mobil bleiben? Dies war die Kernfrage zum Thema Verkehr, über das Referentin Jutta Kepper beim jüngsten Salonabend im SYIM informierte. Der Vortrag der NVV-Mitarbeiterin stand unter dem Motto: „Nachhaltige Mobilität: Was wir erwarten (können) – und was es in Nordhessen schon gibt“.

Mit umfangreichem Zahlenmaterial belegte sie die hohe CO2-Belastung durch den Straßenverkehr. Beim öffentlichen Nahverkehr sieht die Bilanz naturgemäß deutlich besser aus als bei den privaten Pkw. Kepper stellte neben Mitfahr- und Sharing-Projekten auch die Vernetzung von Privatfahrzeugen mit Bussen und Bahnen vor. Der NVV stellt seinen Kunden E-Bikes zu günstigen Bedingungen zur Verfügung, um die letzte Meile von Bus und Tram nach Hause gut zu bewältigen. Zukunftweisend ist auch das Projekt „Mobilfalt“: Hierbei nehmen Autofahrer in ihrem Privatwagen Mitfahrer aus ihrem ländlichen Wohnort mit, gebucht wird über eine App. Mit großem Interesse sprachen die Teilnehmer der Runde schließlich über Zukunftprojekte wie das autonome Fahren: selbstfahrende Kleinstwagen, Taxis oder Busse, die in 15 Jahren vielleicht schon ein wichtiges Standbein der Mobilität sind.

Psychische Erkrankungen stellen Betroffene, Angehörige und Fachleute oft vor große Herausforderungen. In einem Seminar Ende Januar informiert Referent Thomas Friedrich-Hett (Essen) über den Umgang mit psychiatrischen Diagnosen. Der Titel „Störungsspezifisches Wissen aus systemischer Sicht“. Es geht darum, wie man psychiatrische Diagnosen mit einem systemisch erweiterten Krankheitsverständnis betrachten kann. Darüber hinaus: Welche konkreten Unterstützungsmöglichkeiten können in der Praxis nutzbar gemacht werden? Die Teilnehmende können bei dem dreitägigen Seminar auch eigene Fragestellungen und Beratungsfälle einbringen.
Das Seminar findet von 23.-25. Januar 2020 im SYIM statt. Weitere Informationen und Anmeldung hier…

Nach einer Afrika-Reise 2018 haben wir uns entschieden, ein Hilfsprojekt in Kenia zu unterstützen. SYIM-Inhaberin Herta Schindler hatte mit ihrer Familie das Waisenhaus der St. Elizabeth-Schule in Homa Bay am Viktoriasee besucht. In dem Heim leben 200 Waisenkinder, deren Eltern an Aids gestorben sind, unter ärmlichsten Bedingungen: 70 Mädchen müssen eng gedrängt in einem kleinen Raum auf dem Boden schlafen, 60 Jungen in einem anderen, Betten gibt es nicht. Der Unterricht findet in Wellblechhütten statt, Schulmaterialien gibt es praktisch keine. Am gravierendsten erschien uns bei unserem Besuch jedoch der Wassermangel – für jedes Kind war nur ein Becher Trinkwasser am Tag verfügbar, hier am Äquator, wo die Sonne glühendheiss vom Himmel brennt. Das Wasser wurde morgens von Mädchen aus dem Viktoriasee geholt und zur Schule getragen; dort wurde es in mechanischen Filtern gereinigt, so dass man es trinken konnte. Schulleiter Kampona James Kambona bat uns damals um Hilfe: „Wir brauchen mehr Wasser.“ Sein Wunsch war, einen Brunnen zu bohren. Doch leisten konnte sich das die christliche Schule, die allein von Spenden getragen wird, nicht.

Zusammen mit Unterstützern aus der Schweiz, den USA und dem Raum Hanau ist es Anfang 2019 gelungen, einen 160 Meter tiefen Brunnen zu bohren. Die Wassersuche war erfolgreich – es sprudelt in großer Menge und die Wasserqualität ist hervorragend. Die Freude war groß, als das Wasser aus dem Boden strömte. Aus technischen Gründen ließen die Tiefbau-Ingenieure das Wasser 24 Stunden laufen – das war ein Fest fürs ganze Dorf, berichtet der Hanauer Pfarrer Bruno Zimmerli, dessen Gemeinde sich für das Projekt engagiert und der vor Ort war. Die ganze Nacht seien aufgeregt Menschen mit Eseln und Behältern aller Art zur Baustelle gekommen, um etwas von dem köstlichen Nass zu holen. Zwischenzeitlich hatte ein Unwetter die Wasservorratstanks zerstört. Wegen der Regenzeit, die die Wege unpassierbar macht für größere Fahrzeuge, konnten sie wochenlang nicht repariert werden. Dies ist jedoch im Sommer 2019 geschehen, so dass nun herrliches Trinkwasser in großer Menge zur Verfügung steht.

Nun soll die Hilfe weitergehen. Statt der Wellblechhütten werden feste Klassenzimmer und Schlafräume für die Kinder gebaut. Hierfür wird weiter Geld benötigt. Ein Stockbett, das zwei Kindern einen Schlafplatz sichert, kostet umgerechnet 100 Euro. Die Betten werden vor Ort geschweißt und sichern damit Einkommen für örtliche Handwerker. Die Fundamente und Stahlträger für das Gebäude wurde inzwischen einbetonniert, nun soll das Dach mit Aluplatten gedeckt werden…

Wer den Kindern der St. Elizabeth-Schule helfen möchte, kann sich uns anschließen und über unsere Kontakte für dieses Projekt spenden. Da wir den organisatorischen Aufwand gering halten wollen, arbeiten wir hier mit der Freien Christengemeinde (FCG) in Hanau zusammen, die ein Spendenkonto eingerichtet hat. Durch unsere persönlichen Kontakte entstehen keinerlei Verwaltungskosten, das Geld kommt in voller Höhe dem Aidswaisen-Heim in Homa Bay zugute. Einzahlungen sind auf das Konto der FCG Hanau möglich. IBAN: DE21 5065 0023 0015 0046 09, Stichwort: Aids-Waisenkinder. Das Konto ist vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt, die Spenden sind steuerlich absetzbar. Alle Spender bekommen eine Spendenbescheinigung zugeschickt, bitte dazu einfach den eigenen Namen und die Anschrift auf der Überweisung angeben.

(Stand: Oktober 2019)

Aktuelle Bilder vom Aidswaisen-Haus der St. Elizabeth-School in Homa Bay am Viktoriasee/Kenia:

Kinder beim Schulfest

Die Bohrung nach Grundwasser

Große Freude, das Wasser sprudelt

 

Grundsteinlegung für das Mehrzweckgebäude mit Klassenzimmern und Schlafräumen

Das Essen für die Kinder wird im Freien gekocht: Mais mit Bohnen

Das Schulgelände mit den Klassenzimmern

Mädchen singen und tanzen zusammen für ihre Gäste.

Fotos: Schindler/privat

Sie interessieren sich für eine systemische Weiterbildung? Bei unseren kostenlosen Infoabenden erhalten Sie ausführliche Informationen über die zweijährige Weiterbildung „Systemische Beratung“ und das Aufbaucurriculum „Systemische Therapie“ (1,5 Jahre). Die Infoabende finden in den SYIM-Räumen in der Fabrik Chasalla, Sickingenstraße 10b, 34117 Kassel statt. Der nächste Termin ist am Dienstag, 26. November, 2019 (19 Uhr). Wir stellen die Weiterbildungsgänge vor und gehen auf Ihre Fragen ein.

Bei einem Salonabend im SYIM stellte Lehrerin Dagmar Sommer die Jean-Paul-Schule in Kassel vor. In der Förderschule werden circa 200 Kinder mit besonderem Förderbedarf unterrichtet. Die Klassen sind kleiner als an Regelschulen, die Lehrkraft wird von bis zu drei weiteren Betreuern in der Klasse unterstützt. Die Schule geht über 12 Klassen, am Ende sind unterschiedliche Abschlüsse und auch Berufsausbildungen möglich; manche Kinder schaffen den Haupt- oder Realschulabschluss, manche später auch das Abitur.

Die Kinder sind – aus unterschiedlichen Gründen – im Lernen stark beeinträchtigt. Somit müsse man erst die Voraussetzungen schaffen, dass die Kinder überhaupt Lernstoff aufnehmen können, sagte Dagmar Sommer. Dabei setze man auf immer wiederkehrende Abläufe, auf klare Grenzen, auf viel Bewegung und vor allem: auf einen unmittelbaren menschlichen Kontakt. Nur so sei schulisches Lernen für diese Kinder überhaupt möglich. Da Regelschulen damit oft überfordert sind, nimmt die Jean-Paul-Schule auch in Zeiten der Inklusion eine wichtige Rolle ein.

Sie interessieren sich für eine systemische Weiterbildung? Bei unseren kostenlosen Infoabenden erhalten Sie ausführliche Informationen über die zweijährige Weiterbildung „Systemische Beratung“ und das Aufbaucurriculum „Systemische Therapie“ (1,5 Jahre). Die Infoabende finden in den SYIM-Räumen in der Fabrik Chasalla, Sickingenstraße 10b, 34117 Kassel statt. Der nächste Termin ist am Dienstag, 26. November, 2019 (19 Uhr). Wir stellen die Weiterbildungsgänge vor und gehen auf Ihre Fragen ein.

Den eigenen Horizont erweitern mit einer Weiterbildung in Systemischer Beratung, in Biografiearbeit, Psychotraumatologie oder Prüfungscoaching – das ist alles in unserem Institut SYIM möglich. Um sich einen schnellen Überblick über unsere Angebote und Termine zu verschaffen, ist das SYIM-Jahresprogramm 2019 richtig. Es steht im Downloadbereich zur Verfügung.

Im Sommer hat Herta Schindler mit ihrer Familie eine Reise nach Kenia unternommen. Dabei hat sie auch die St. Elizabeth-Schule in Homa Bay am Viktoriasee besucht. Dort leben und lernen 200 Kinder, deren Eltern an Aids gestorben sind. Wir waren berührt vom Zusammenhalt, der lebendigen Ausstrahlung und der Lebensfreude der Kinder – und wir waren erschüttert über ihre Lebensbedingungen: So schlafen 60 Jungen und 70 Mädchen jeweils in einem Raum auf dem Boden, Betten gibt es nicht. Außerdem herrscht hier am Äquator großer Mangel an Wasser, so kann jedes Kind pro Tag nur einen Becher Trinkwasser bekommen. Auch Bücher, Hefte, Stifte, das alles ist Mangelware. Aids ist vor allem in West-Kenia weit verbreitet, ganze Familien sterben an der Krankheit. Aids wird von vielen als Fluch angesehen, daher werden die übriggebliebenen Kinder von ihren Verwandten oft verstoßen. In der christlichen St. Elizabeth-Schule werden sie aufgenommen. Um die Lebenssituation in dem Aidswaisen-Heim zu verbessern, sollen jetzt in einem ersten Schritt Stockbetten angeschafft werden, auch ein Haus mit Schlafräumen ist geplant. Außerdem wird ein Brunnen gebohrt, das Wasser soll über eine leistungsfähige Filteranlage gereinigt werden, so dass man es trinken kann. Bei alldem ist das Heim auf Spenden angewiesen, denn Unterstützung vom Staat gibt es keine. Auch das in Kenia übliche Schulgeld wird nicht erhoben, da es ja keine Eltern gibt.

Wir als Institut SYIM haben entschieden, dieses Projekt zu unterstützen.
So ist bereits das Geld für 4 Stockbetten zusammengekommen.

Wer einem sozialen Projekt oder Kindern in Not helfen möchte, kann sich uns anschließen und über unsere Kontakte für diese Einrichtung spenden. Da wir dafür keinen eigenen Verein gründen wollen, haben wir ganz pragmatisch entschieden, mit der Freien Christengemeinde (FCG) in Hanau zusammenzuarbeiten, die bereits dort engagiert sind. Durch unsere persönlichen Kontakte entstehen keinerlei Verwaltungskosten, das Geld wird kommt in voller Höhe dem Aidswaisen-Heim in Homa Bay zugute. Einzahlungen sind auf das Konto der FCG Hanau möglich. IBAN: DE21 5065 0023 0015 0046 09, Stichwort: Aids-Waisenkinder. Das Konto ist vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt, die Spenden sind steuerlich absetzbar. Alle Spender bekommen eine Spendenbescheinigung zugeschickt, bitte dazu einfach den eigenen Namen und die Anschrift auf der Überweisung angeben.

Presseinformation der Systemischen Gesellschaft Berlin (SG) vom 16.1.2019:

SG-Tagung „Systemisch heute“: Frühbucher-Tarif nur noch bis zum 20.1.2019

Die SG-Tagung 2019: „Systemisch heute – zwischen Beliebigkeit und Eindeutigkeit“ findet am 17. und 18. Mai 2019 in Berlin im Tagungszentrum der Berliner Stadtmission, Lehrter Str. 68, 10557 Berlin statt. Wer teilnehmen möchte, kann noch bis Sonntag den Frühbucher-Rabatt in Anspruch nehmen.

„Systemisch“ ist gerade angesagt, doch es wird mit diesem Begriff sehr Unterschiedliches beschrieben. Was verstehen nun „wir als Systemiker_innen“ darunter? Worin unterscheiden sich unsere Ansichten und was verbindet unsere Vorstellungen? Wie sind die Auffassungen in ande¬ren Ländern oder im Vergleich zur Entstehungszeit des Ansatzes? Kurz und gut: Was ist „syste-misch“ heute für wen und wozu? Diese und andere Fragen sollen auf der Tagung erörtert werden.
• Aktuelle wissenschaftliche Diskussionen zum systemischen Ansatz in Deutschland, Europa und weltweit
• Meine Stationen des systemischen Ansatzes
• Wie passt die Systemtheorie überhaupt zum systemischen Arbeiten?
• Wieviel „systemisch“ hält der Mensch aus in Beratung, Arbeitswelt, Lehre und Gesellschaft?
• Entdecken, wie vielseitig „systemisch“ ist
• systemischer
• Ein Blick in die Zukunft des Systemischen
• Systemisches Quiz – wer weiß es besser oder auch nicht?

Weitere Informationen und Anmeldung unter: https://systemische-gesellschaft.de/systemisch-heute/

Herzliche Grüße aus der SG-Geschäftsstelle
Gisela Klindworth und Annette Müllenbeck
Geschäftsführung der Systemischen Gesellschaft

SYSTEMISCHE GESELLSCHAFT – Deutscher Verband für systemische Forschung, Therapie, Supervision und Beratung e.V.
Brandenburgische Str. 22, D-10707 Berlin
Tel. +49-30-53 69 85 04
E-Mail:
www.systemische-gesellschaft.de