Veröffentlichungen

Veröffentlichungen von Herta Schindler

„Mit meiner Stimme sprechen, mehr, anderes habe ich nicht gewollt“
Angeleitetes biografisches Schreiben als ein sich selbst vergewisserndes Erzählen

Im biografischen Schreibprozess wird das gelebte Leben im und durch Erzählen erneut lebendig, es wird beseelt und begeistert. In Beispielen aus einer biografischen Schreibgruppe werden die Funktion des Schreibens und Vorlesens sowie die Entwicklung des poetischen Selbst deutlich.

erschienen ist der Vortrag von Herta Schindler von einer Tagung der Evangelischen Akademie Hofgeismar (5.-7. Februar 2016) zum Thema Biografie-Arbeit in: „Erzähltes Leben: Auto-Biographien in interdisziplinärer Perspektive“, Dokumentation 24 des Evangelischen Pressedienstes epd vom 14. Juni 2016

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„Die Zeit ist eine Brücke“
Generationsübergreifendes Arbeiten in Schreibgruppen

In generationsübergreifenden Schreibgruppen ist die Arbeit mit alten Menschen integrativer Bestandteil.
Im ersten Teil des Artikels wird die Bedeutung des Mehrgenerationenbezugs für das kommunikative Gedächtnis und die Konstruktion von Erzählungen beschrieben. Im zweiten Teil wird die Praxis dieser Gruppen lebendig anhand dreier Texte von Teilnehmenden im Alter von 83 Jahren, 23 Jahren und 70 Jahren zum Thema „Liebe oder was sonst“.

erschienen in: „Zeitschrift für systemische Therapie und Beratung“, in Heft 1 (Januar) 2016, Verlag Modernes Leben, Dortmund.

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„Professionelle Spiele“
Über Mannschaftsspiele und Einzelspiele in Helfersystemen

Dieser Beitrag handelt von einer Kerndynamik in aufnehmenden Systemen (hier BWO für psychisch kranke Menschen). Sie ist losgelöst von dem konkretem Fall und Krankheitsbild des aufgenommenen Menschen. Er beschäftigt sich mit Dynamiken innerhalb der Helfersysteme und stellt sich die Frage, welche „Spiele“ miteinander nach welchen Regeln gespielt werden.

veröffentlicht in: BWF aktuell (Betreutes Wohnen in Familien), September 2015

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„Mein rechter, rechter Platz ist leer …“
Biografische Dynamiken in aufnehmenden Familien

veröffentlicht in:  „Zeitschrift für systemische Therapie und Beratung“, 33. Jahrgang, 1/2015

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„Den Faden verweben“
Biografiearbeit mit älteren Menschen

in  „Systemisches Arbeiten mit älteren Menschen“, Carl-Auer-Verlag 2014

Herausgeber: Thomas Friedrich-Hett, Noah Artner, Rosita A. Ernst

Leseprobe:

„Alte Menschen sind durch die Länge der Lebenszeit, auf die sie zurückschauen, die naheliegende Interessengruppe für Biografiearbeit. Ein älterer Mensch ist ein älter gewordener und werdender Mensch, einer, der bereits einen längeren Werdeprozess durchlebt hat und zugleich verkörpert. Themen, die aus diesem Werdeprozess gleich losen Fäden in die Gegenwart und die Endlichkeit der Zukunft hineinreichen, werden in der Biografiearbeit als Geschichten in den Stoff des Lebens eingewoben. … Die sehr unterschiedlichen Bedürfnisse des Sicherinnerns und Bewahrenswollens von biografisch interessierten Menschen korrespondieren mit den Gedächtnisformen, die Aleida und Jan Assmann beschrieben haben.“

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Beate Bossmanns, Herta Schindler:
Wege in einen entspannten Unterricht“
Pädagogische Präsenz in der Schule

Unterricht in der Schule – immer wieder auch eine Herausforderung. Wann gerate ich in den Strudel der Eskalation? Wie komme ich wieder in meine Souveränität und in eine gute Beziehungsgestaltung?  Wer in krisenhaften Unterrichtssituationen auf die eigene Selbstwirksamkeit vertrauen will und Möglichkeiten zur konstruktiven Beziehungsgestaltung sucht, findet Rückenstärkung in den beschrieben Erfahrungen mit dem Konzept der Pädagogischen Präsenz.

Veröffentlicht in: Praxis Schule 5-10, Themenschwerpunkt: „LebensWerte“, 3/2014

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„Wenn die Wellen höher schlagen“
Biografische Aspekte in der Supervision

Was tun, wenn im Arbeitsalltag die Wellen höher schlagen? Wenn die stürmische Dynamik nur kurz abflaut und dann wieder auffrischt. Dann nehmen wir Themen, Klienten, Kollegen sinnbildlich „mit nach Hause“ und können nicht mehr „abschalten“. Möglicherweise sind wir in den Strudel einer destruktiven Schleife geraten, in der sich frühere und aktuelle Erfahrungen vermischen und aufschaukeln, manchmal bis zu körperlichen Symptomen und Handlungsunfähigkeit. Mit dem biografischen Ansatz in der Supervision lässt sich diese Resonanzdynamik wieder trennen: die Stresswellen sinken. Selbststeuerung in der Arbeit und Abschalten zu Hause werden wieder möglich. Freunde, Partner, Kinder danken es einem!

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Veröffentlicht in: „Kontext. Zeitschrift für systemische Therapie und Familientherapie“, Heft 2/2014, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen

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Biografiearbeit als ein Erzählen in Schichten

Was will Biografiearbeit? Der Artikel ist in der Zeit-SCHRIFT für BIOGRAFIE-ARBEIT Nr. 1 vom 25. Februar 2011 erschienen.
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„Nimm deine Wurzeln und geh“

Biographiearbeit für die Arbeit mit Adoptiv- und Pflegekindern und deren Eltern – eine Fortbildung für Sozialpädagogen
Herta Schindler, Brigitte Schiffner
in Zusammenarbeit mit den Sozialpädagogen der Nordhessischen Pflegekinderdienste und Adoptionsberatungen
Veröffentlicht in der Zeitschrift systema 2009
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Erzählung „Was ich vom Sterben sah und hörte“

Diese Erzählung erschien in der Frühjahrsausgabe der
„ZeitSchrift für Biografiearbeit“  Nr. 13 (Verlag Ch. Möllmann, Schloß Hamborn 94, 33 178 Borchen)

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Kurzgeschichte „Pfingstreise“

Die Kurzgeschichte gehört zu dem Themenkreis Kriegskinder/heimatvertriebene Kinder, die Auswirkungen auf deren Leben und das Leben ihrer Nachkommen. Sie spielt 1986, also kurz vor der Grenzöffnung. Veröffentlicht in
„ZeitSchrift für Biografiearbeit“  Nr. 14 (Verlag Ch. Möllmann, Schloß Hamborn 94, 33 178 Borchen)

Textauszug:

„Ich beobachte dich scharf. Mich auch. Unsere erste Reise. Die letzte vielleicht. Wir fahren nach dorthin, von woher du gekommen bist vor langer Zeit. Bevor ich geboren war. Du schreibst die Namen in mein Heft: Olmütz – Olmouc, Hombok – Hlubocky, Pohorsch – Pohorany und von dem letzten, Poluchau, weißt nicht einmal mehr du den tschechischen Namen.

Von jetzt ab fahren wir ohne Aufenthalt.

Es geht auf Pfingsten zu.“