Bei einem Salonabend im SYIM stellte Lehrerin Dagmar Sommer die Jean-Paul-Schule in Kassel vor. In der Förderschule werden circa 200 Kinder mit besonderem Förderbedarf unterrichtet. Die Klassen sind kleiner als an Regelschulen, die Lehrkraft wird von bis zu drei weiteren Betreuern in der Klasse unterstützt. Die Schule geht über 12 Klassen, am Ende sind unterschiedliche Abschlüsse und auch Berufsausbildungen möglich; manche Kinder schaffen den Haupt- oder Realschulabschluss, manche später auch das Abitur.

Die Kinder sind – aus unterschiedlichen Gründen – im Lernen stark beeinträchtigt. Somit müsse man erst die Voraussetzungen schaffen, dass die Kinder überhaupt Lernstoff aufnehmen können, sagte Dagmar Sommer. Dabei setze man auf immer wiederkehrende Abläufe, auf klare Grenzen, auf viel Bewegung und vor allem: auf einen unmittelbaren menschlichen Kontakt. Nur so sei schulisches Lernen für diese Kinder überhaupt möglich. Da Regelschulen damit oft überfordert sind, nimmt die Jean-Paul-Schule auch in Zeiten der Inklusion eine wichtige Rolle ein.