Herrlich, es ist Frühling!
Und doch ist alles anders als gewohnt. Das Virus Sars-CoV-2 rüttelt und schüttelt uns gehörig durch. Systemisch gesprochen: Das ist eine Musterunterbrechung par excellence – und es betrifft uns alle.

Die polnische Literatur-Nobelpreisträgerin Olga Tokarczuk beschreibt es so: „Wir sitzen zu Hause, lesen Bücher und schauen Serien, aber in Wirklichkeit bereiten wir uns auf eine neue Wirklichkeit vor, die wir uns noch nicht einmal vorstellen können; nur beginnen wir langsam zu begreifen, dass nichts mehr so sein wird, wie es war.“ (FAZ, 31.3.2020)

Weltweit befinden wir uns in einer gravierenden Situation, die beängstigend und gefährlich sein kann, die aber auch Chancen und neue Kräfte hervorbringt.

Die persönlichen Auswirkungen sind für jede*n von uns ganz unterschiedlich – je nach unserer beruflichen, familiären und gesundheitlichen Situation. Manche arbeiten unter erhöhtem Stress, andere fühlen sich durch die Kontaktbeschränkungen stark belastet oder leiden unter dem Arbeitsverbot, finanziellen Engpässen oder dem dichten Familienleben.

Und dann hat der verordnete Stillstand auch noch überraschend positive Seiten – statt hektischem Getriebensein herrscht plötzlich Stille; auf uns selbst zurückgeworfen wird auch eine Vertiefung, eine Verinnerlichung möglich. Neue Fenster tun sich auf, wir begegnen Nachbarn, die wir gar nicht kannten. Die Natur erholt sich, die Umweltbelastungen sinken. Allmählich merken wir, in welchem Hamsterrad wir uns vorher endlos gedreht haben.

Und nochmal Olga Tokarczuk: „Ist es nicht so, dass wir zum normalen Lebensrhythmus zurückgekehrt sind? Dass nicht das Virus die Norm verletzt, sondern umgekehrt: Dass jene hektische Welt vor dem Virus nicht normal war?“ (ebd.)

Und was wir im Moment ganz neu verstehen: Es kommt auf jede*n von uns an, auf dich und mich und alle anderen.

Für unser Systemisches Institut Mitte SYIM stellt sich die Situation in dieser Ausnahmesituation folgendermaßen dar:

SYIM ist vorübergehend geschlossen, wir mussten mehrere Seminare absagen. So haben wir in allen laufenden Weiterbildungskursen bisher je ein Seminar auf später verschoben. Es gibt aber immer noch keine Planungssicherheit, daher können wir noch keine verlässlichen neuen Termine nennen.

Unser Büro ist bis auf weiteres unregelmäßig besetzt, es gibt keine festen Telefonzeiten. Wir lesen aber alle Mails und bearbeiten sie auch weiterhin. Über sind wir jederzeit erreichbar.

Was die weitere Entwicklung angeht, so üben wir uns in Geduld. Wir warten ab, wie sich die Situation verändert. Nach Ostern werden wir sehen, wann wir wieder mit unseren Seminaren beginnen können.

Wir informieren euch nach Ostern über neue Entwicklungen.

Wir wünschen euch schöne Ostern – möge die Kraft der Auferstehung für uns alle wirksam werden.

Herzlichst
das SYIM-Team