Gut besucht war unser Salonabend zum Menschenbild im Zeichen der Digitalisierung. Referent Andreas Falk (Kassel) informierte darüber, was die Digitalisierung vorantreibt und was sie im gesellschaftlichen und im persönlichen Bereich bewirkt. Dabei wurde deutlich, dass die meisten Nutzer der Entwicklung einigermaßen hilflos gegenüber stehen. Betroffen von der zunehmenden Automatisierung, Überwachung und Bespaßung ist jeder, doch die Zusammenhänge und die Vernetzung im Hintergrund verstehen die wenigsten. Denn man will ja eigentlich nur den Computer oder das Smartphone nutzen oder schnell mal was bei Google nachgucken. Doch – das wurde während der informativen Abends deutlich – man muss sich auch mit den Bedingungen auseinandersetzen. Auch die Politik tut zu wenig und greift kaum steuernd ein. Die Frage, wie ein „Digitaler Humanismus“ (so der Titel eines Buchs von Julian Nida Rümelin) aussehen könnte, wurde erörtert, bleibt aber eine Herausforderung für die Zukunft.