Nach einer Afrika-Reise 2018 haben wir uns entschieden, ein Hilfsprojekt in Kenia zu unterstützen. SYIM-Inhaberin Herta Schindler hatte mit ihrer Familie das Waisenhaus der St. Elizabeth-Schule in Homa Bay am Viktoriasee besucht. In dem Heim leben 200 Waisenkinder, deren Eltern an Aids gestorben sind, unter ärmlichsten Bedingungen: 70 Mädchen müssen eng gedrängt in einem kleinen Raum auf dem Boden schlafen, 60 Jungen in einem anderen, Betten gibt es nicht. Der Unterricht findet in Wellblechhütten statt, Schulmaterialien gibt es praktisch keine. Am gravierendsten erschien uns bei unserem Besuch jedoch der Wassermangel – für jedes Kind war nur ein Becher Trinkwasser am Tag verfügbar, hier am Äquator, wo die Sonne glühendheiss vom Himmel brennt. Das Wasser wurde morgens von Mädchen aus dem Viktoriasee geholt und zur Schule getragen; dort wurde es in mechanischen Filtern gereinigt, so dass man es trinken konnte. Schulleiter Kampona James Kambona bat uns damals um Hilfe: „Wir brauchen mehr Wasser.“ Sein Wunsch war, einen Brunnen zu bohren. Doch leisten konnte sich das die christliche Schule, die allein von Spenden getragen wird, nicht.

Zusammen mit Unterstützern aus der Schweiz, den USA und dem Raum Hanau ist es Anfang 2019 gelungen, einen 160 Meter tiefen Brunnen zu bohren. Die Wassersuche war erfolgreich – es sprudelt in großer Menge und die Wasserqualität ist hervorragend. Die Freude war groß, als das Wasser aus dem Boden strömte. Aus technischen Gründen ließen die Tiefbau-Ingenieure das Wasser 24 Stunden laufen – das war ein Fest fürs ganze Dorf, berichtet der Hanauer Pfarrer Bruno Zimmerli, dessen Gemeinde sich für das Projekt engagiert und der vor Ort war. Die ganze Nacht seien aufgeregt Menschen mit Eseln und Behältern aller Art zur Baustelle gekommen, um etwas von dem köstlichen Nass zu holen. Zwischenzeitlich hatte ein Unwetter die Wasservorratstanks zerstört. Wegen der Regenzeit, die die Wege unpassierbar macht für größere Fahrzeuge, konnten sie wochenlang nicht repariert werden. Dies ist jedoch im Sommer 2019 geschehen, so dass nun herrliches Trinkwasser in großer Menge zur Verfügung steht.

Nun soll die Hilfe weitergehen. Statt der Wellblechhütten werden feste Klassenzimmer und Schlafräume für die Kinder gebaut. Hierfür wird weiter Geld benötigt. Ein Stockbett, das zwei Kindern einen Schlafplatz sichert, kostet umgerechnet 100 Euro. Die Betten werden vor Ort geschweißt und sichern damit Einkommen für örtliche Handwerker. Die Fundamente und Stahlträger für das Gebäude wurde inzwischen einbetonniert, nun soll das Dach mit Aluplatten gedeckt werden…

Wer den Kindern der St. Elizabeth-Schule helfen möchte, kann sich uns anschließen und über unsere Kontakte für dieses Projekt spenden. Da wir den organisatorischen Aufwand gering halten wollen, arbeiten wir hier mit der Freien Christengemeinde (FCG) in Hanau zusammen, die ein Spendenkonto eingerichtet hat. Durch unsere persönlichen Kontakte entstehen keinerlei Verwaltungskosten, das Geld kommt in voller Höhe dem Aidswaisen-Heim in Homa Bay zugute. Einzahlungen sind auf das Konto der FCG Hanau möglich. IBAN: DE21 5065 0023 0015 0046 09, Stichwort: Aids-Waisenkinder. Das Konto ist vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt, die Spenden sind steuerlich absetzbar. Alle Spender bekommen eine Spendenbescheinigung zugeschickt, bitte dazu einfach den eigenen Namen und die Anschrift auf der Überweisung angeben.

(Stand: Oktober 2019)

Aktuelle Bilder vom Aidswaisen-Haus der St. Elizabeth-School in Homa Bay am Viktoriasee/Kenia:

Kinder beim Schulfest

Die Bohrung nach Grundwasser

Große Freude, das Wasser sprudelt

 

Grundsteinlegung für das Mehrzweckgebäude mit Klassenzimmern und Schlafräumen

Das Essen für die Kinder wird im Freien gekocht: Mais mit Bohnen

Das Schulgelände mit den Klassenzimmern

Mädchen singen und tanzen zusammen für ihre Gäste.

Fotos: Schindler/privat